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Mrz
12

Weltweite Elternstudie: Deutsche Eltern fürchten sich vor Terrorismus

Varkey Foundation veröffentlicht eine umfangreiche, globale Studie über Hoffnungen, Ängste und Ansichten von Eltern

Die Varkey Foundation hat heute eine umfangreiche, globale Studie über Hoffnungen, Ängste und Ansichten von Eltern veröffentlicht. Die Stiftung, die sich weltweit für Bildung einsetzt, wertete die Antworten von mehr als 27.000 Eltern aus 29 Ländern aus. In Deutschland nahmen 1.000 Eltern an der Erhebung teil. Hier die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

Für mehr als ein Drittel aller deutschen Eltern (34 %) zählen Terrorismus und Konflikte zu den drei größten Zukunftssorgen in Bezug auf ihre Kinder. Dies ist der höchste Wert, der in allen untersuchten Ländern gemessen wurde.

Gäbe es mehr Mittel für die Schulen ihrer Kinder, würden 76 % der deutschen Eltern diese für die Einstellung zusätzlicher Lehrer oder eine bessere Bezahlung der vorhandenen Lehrer verwenden. Dieser Anteil liegt höher als in jedem anderen untersuchten Land.

57 % der Eltern in Deutschland sind der Meinung, dass die Qualität des Unterrichts an der Schule ihrer Kinder ziemlich gut oder sehr gut ist. Das der drittniedrigste Wert aller befragten Länder hinter Südkorea (43 %) und Russland (48 %). Nur 30 % der Eltern in Deutschland bewerten die Qualität öffentlicher Schulen in ihrem Land als gut. Und dies, obwohl Deutschland in der PISA-Studie unter 70 Ländern auf Rang 16 liegt. Im Gegensatz dazu belegt die USA in der PISA-Studie Platz 25, jedoch bewerten 91 % aller amerikanischen Eltern den Unterricht an den Schulen ihrer Kinder als gut, und 61 % bewerten die Qualität öffentlicher Schulen in den USA als gut.

-Von allen untersuchten Ländern rangieren deutsche Eltern auf dem vorletzten Platz, wenn es darum geht, ihre Kinder bei der schulischen Ausbildung zu unterstützen – 36 % der Eltern in Deutschland helfen ihren Kindern überhaupt nicht, verglichen mit einem Umfragedurchschnitt von 23 %. Dieser Anteil liegt abgesehen von Japan (45 %) höher als in jedem anderen Land der Welt. Nur 14 % helfen ihren Kindern mehr als 7 Stunden pro Woche, weniger als der weltweite Durchschnitt von 25 %.

Für mehr als ein Drittel aller deutschen Eltern (34 %) zählen Terrorismus und Konflikte zu den drei größten Zukunftssorgen in Bezug auf ihre Kinder. Dies ist der höchste gemessene Wert in allen untersuchten Ländern. Ein ähnlicher Anteil von Eltern in der Türkei ist über Terrorismus und Auseinandersetzungen besorgt (33 %). Und das, obwohl die Türkei in Nachbarschaft zum syrischen Bürgerkrieg liegt und eine Auseinandersetzung mit der PKK führt. Im Vergleich dazu zählen Umweltzerstörung und Klimawandel für beinahe ein Viertel (23 %) aller deutschen Eltern zu den drei größten Zukunftssorgen, ein Wert, der ebenfalls höher als in jedem anderen befragten Land liegt. Allerdings lag dieser Wert noch immer unter dem Wert anderer Bereiche wie die Suche nach einem Arbeitsplatz und einer erfolgreichen Karriere (39 %), Kriminalität und Sicherheit (35 %) und Terrorismus (34 %).

Diese Ergebnisse sind Teil der heute vor dem Global Education and Skills Forum (GESF) 2018 veröffentlichten Untersuchung der Varkey Foundation, einer Stiftung, die sich weltweit für Bildung einsetzt. Sie stammen aus einer detaillierten Meinungsumfrage von Ipsos über die Hoffnungen, Ängste und Ansichten von über 27.000 Eltern aus 29 Ländern. Der Global Parents Survey ist die bis heute umfangreichste weltweite Studie über die Einstellungen von Eltern zur Bildung und Zukunft ihrer Kinder.

Eltern aus Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Kenia, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Peru, Polen, Russland, Singapur, Südafrika, Südkorea, Spanien, der Türkei, Uganda, den USA und Vietnam erhielten online die gleichen Fragen.

Die Umfrage ergab außerdem, dass mehr als drei Viertel (76 %) der deutschen Eltern mehr Geld für die Einstellung zusätzlicher Lehrer oder eine bessere Bezahlung der vorhandenen Lehrer verwenden würden, falls mehr Mittel für die Schulen ihrer Kinder zur Verfügung stünden – ein höherer Anteil als in jedem anderen untersuchten Land. Dieser Bereich besitzt für Eltern in Deutschland die höchste Priorität, noch vor Computer/Technologie (49 %), Gebäude und andere Einrichtungen (39 %), außerschulische Aktivitäten (32 %), Betreuungspersonal (32 %) und Lehrmittel wie Schulbücher (32 %).

Über die Hälfte (57 %) der Eltern in Deutschland ist der Meinung, dass die Qualität des Unterrichts an der Schule ihrer Kinder ziemlich gut oder sehr gut sei, der drittniedrigste Wert aller befragten Länder, knapp vor Südkorea (43 %) und Russland (48 %). Nur 30 % der Eltern in Deutschland bewerten die Qualität öffentlicher Schulen in ihrem Land als gut. Und dies, obwohl Deutschland in der PISA-Studie unter 70 Ländern auf Rang 16 liegt. Im Gegensatz dazu belegt die USA in der PISA-Studie Platz 25, aber 91 % aller amerikanischen Eltern bewerten den Unterricht an der Schule ihrer Kinder als gut, und 62 % bewerten die Qualität öffentlicher Schulen in den USA als gut.

Von allen befragten Ländern rangieren deutsche Eltern auf dem vorletzten Platz, wenn es darum geht, ihre Kinder bei der schulischen Ausbildung zu unterstützen – 36 % der Eltern in Deutschland helfen ihren Kindern überhaupt nicht, verglichen mit einem Umfragedurchschnitt von 23 %. Dieser Anteil liegt, abgesehen von Japan (45 %), höher als in jedem anderen untersuchten Land. Nur 14 % helfen ihren Kindern mehr als 7 Stunden pro Woche, weniger als der weltweite Durchschnitt von 25 %.

Über die Hälfte aller Deutschen (52 %) ist der Ansicht, dass sich die Bildungsstandards in den letzten 10 Jahren verschlechtert hätten, deutlich mehr als der weltweite Durschnitt von 37 %. Dieser Anteil liegt unter jenen sogar noch höher (57 %), deren Kinder schulgeldpflichtige Schulen besuchen. Nur 19 % der Eltern sind der Meinung, dass sich Bildungsstandards verbessert haben, der zweitniedrigste Wert aller untersuchten Länder hinter Frankreich (8 %).

Nur 38 % aller Deutschen sind für die Zukunft ihrer Kinder optimistisch, weit weniger als im Durchschnitt der Umfrage von 60 %. Dieser Wert liegt höher als in Frankreich (31 %), jedoch niedriger als in anderen wichtigen europäischen Volkswirtschaften. In Großbritannien sind 57 % optimistisch, in Italien 39 % und in Spanien 41 %.

Die Varkey Foundation vertritt den Standpunkt, dass jedes Kind eine lebendige, anregende Lernumgebung verdient, die sein volles Potenzial weckt und fördert. Deshalb ist man der Überzeugung, dass die Leidenschaft und Qualität von Lehrern ausschlagend für das Erreichen dieses Ziels ist. Die Varkey Foundation unterstützt weltweite Bildungsmaßnahmen und fördert Exzellenz und Innovation in der nächsten Generation von Pädagogen. Dazu wurde der Global Teacher Prize ins Leben gerufen, der die außergewöhnliche Arbeit von Lehrern weltweit in die Öffentlichkeit rückt.

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