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Okt
06

Ist eine Ebola-Pandemie noch zu verhindern?

Deutsche Regierung und NGO erweisen sich als überfordert.

Ist eine Ebola-Pandemie noch zu verhindern?

Angesichts gravierender Versäumnisse der Bundesregierung, aber auch anderer Länder in der aktuellen Ebola-Katastrophe – stellt sich die Frage: Ob eine Pandemie überhaupt noch zu verhindert ist?

Für ein so reiches Land wie Deutschland, muss die bisherige Hilfe im niedrigen, zweistelligen Millionenbereich – als unwürdig, ja sogar beschämend bezeichnet werden. Diese entspricht lediglich rund 0,05% des BIP der Bundesrepublik Deutschland. Als kleiner Lichtblick darf die Initiative der Verteidigungsministerin bezeichnet werden, deren Aufruf in dieser Woche mehrere tausend, deutsche Freiwillige (der Bundeswehr sowie Reservisten) zeitnah gefolgt sind. Dies muss mit großem Respekt gewürdigt werden. Von einer angemessenen oder gar effektiven Katastrophenhilfe Deutschlands für die betroffenen Länder in Afrika, kann allerdings nicht einmal ansatzweise die Rede sein. Von irritierenden Randerscheinungen (wie nicht einsatzfähigen Transportflugzeugen bzw. dilettantischer Flugplanung) erst gar nicht zu sprechen. Dass es Deutschland erstmals am Freitag, dem 3. Oktober 2014 dann (als eines der reichstes Länder Europas) gelungen ist, Hilfsgüter nach Westafrika zu verbringen, muss als eine Kette menschlichen bzw. politischen Versagens bezeichnet werden.

Aufgrund der gegebenen Situation drängt sich die Schlussfolgerung auf, dass die deutsche Bundesregierung sowohl die humanitären als auch die sozialen und wirtschaftlichen Gefahren einer Ebola-Pandemie (auch für das eigene Land) – völlig zu verkennen scheint. Oder ggfs. eine zu geringe Empathie für die leidenden bzw. sterbenden Menschen in Westafrika zeigt? Diverse NGO hatten seit geraumer Zeit, um eine angemessene deutsche Unterstützung gebeten; leider – ohne erkennbaren Erfolg.

Es ist ausschließlich dem Präsidenten der USA zu verdanken, dass nunmehr viele Länder, endlich aufgewacht, zu sein scheinen. In der Geschichte des UN-Sicherheitsrates, ist es einmalig, eine Krankheit – zu einer Gefahr für den Weltfrieden – zu erklären. Die Vereinten Nationen veranschlagen aktuell als notwendiges Budget (um die Epidemie wirkungsvoll bekämpfen) rund 1. Mrd. Dollar. Dies ist aus Sicht von Papmehl Management Consulting – wohl eher der notwendige Betrag – eine angemessene Soforthilfe auf den Weg zu bringen. Bei einem potenziellen weltweiten Flächenbrand durch Ebola, werden sich nach unserer Einschätzung – selbst 10 Mrd. Dollar, dann als unzureichend erweisen. Mitgetragen wurde diese Resolution der Vereinten Nationen übrigens von 130 Mitgliedsstaaten. Dies könnte aber auch gewisse Probleme beinhalten:

Denn jetzt wird ein sehr intelligentes, kreatives und interdisziplinäres Krisen-Management – und keine langwierigen Abstimmungsprozesse benötigt: Mit den Krisen-Instrumenten von Gestern, werden wir die Herausforderungen von Heute (bzw. Morgen) nicht bewältigen können. Für Deutschland gesprochen, ist aus direktem Dialog zu berichten: Dass weder die Bundesregierung, noch das Verteidigungsministerium und auch nicht NGO (wie Ärzte ohne Grenzen) bislang den nachfolgenden Sachverhalt realisiert haben:

Medizinische und humanitäre Hilfen sind natürlich von fundamentaler Bedeutung. Dies ist aber nur die eine Seite der Medaille; die andere Perspektive lautet: Es bedarf einer sehr professionellen, breitflächigen und kreativen Kommunikation in Westafrika. Konkret heißt dies: Eine generelle und zielführende Aufklärung zur Ebola-Seuche, wirksame Empfehlungen bspw. zur Hygiene und zu einem richtigen Verhalten der Menschen sowie flankierende Instrumente, wie zum Beispiel kurze, einprägsame Checklisten (mit den wichtigsten Verhaltensregeln) für die betroffenen Menschen!

Also Praxisanweisungen, was die Bürger in Westafrika tun sollen, um Weiterungen von Ebola (durch eigenes, verantwortliches Verhalten) zu begrenzen. Die Menschen in den betroffenen Ländern müssen dahingehend trainiert und informiert werden, wie die genannten Ziele erreicht werden können. Ebenfalls muss die Bevölkerung überzeugt und motiviert werden, wiederum andere Menschen (in ihrem persönlichen Umfeld), adäquat zu informieren bzw. zu schulen. Der sogenannte Taskforce-Ansatz, welcher sich bereits in Liberia in der Umsetzung befindet, ist ein erster, richtiger Schritt – genau in die hier beschriebene Richtung.

Prinzipiell sollten, erprobte und zielführende Instrumente – wie der sogenannten Train the Trainer-Ansatz – zeitnah in Westafrika zum Einsatz kommen. Aus der Erfahrung von Papmehl Management Consulting, muss man aber mindestens 5 – 15 % der Population diesbzgl. schulen. Ansonsten erscheint die erfolgreiche Implementierung eines Train the Trainer-Ansatzes (sowie der verfolgten Ziele) eher unwahrscheinlich. Dies würde allein – für ein Land wie Sierra Leone bedeuten: Die gewaltige Anzahl, von mindestens 280.000 Menschen schulen zu müssen. Allerdings können intelligente Kommunikations-Konzepte (bspw. via Internet, Facebook, TV, Radio, Print etc.) flankierend genutzt werden.

Aufgrund der gegebenen Informations-Infrastruktur in Afrika, sollte man auch scheinbar tradierte, dennoch aber zielführende Ansätze in Erwägung ziehen. Beispielsweise, den sogenannten „Marktschreier“ (aus dem Mittelalter). Denn wir brauchen einfache und effektive Lösungen für die leidenden Menschen in Afrika. Ergänzend gilt es, vor Ort Ausgangssperren (oder vergleichbare Maßnahmen) zu verhängen bzw. zu implementieren. Ausgangssperren sind ein pragmatischer und durchaus effektiver Lösungsansatz, welcher in Sierra Leone (auf Veranlassung des Präsidenten) schon mit Erfolg eingesetzt wurde.

Eine aktuelle Studie der Lancaster Universität sagt aus, dass die Wahrscheinlichkeit – für einen Ebola-Fall in Großbritannien (in den nächsten 3 Wochen) bei 50 % liegt. Für Frankreich – besteht sogar ein Risiko von 75 %. Dennoch scheinen in der EU die Risiken (zumindest einer großflächigen EBOLA-Ausbreitung) vorerst nicht außer Kontrolle. In Westafrika leben allerdings auch viel Bürger indischer Herkunft bzw. Nationalität. Sollte ein infizierter Inder in seine Heimat (oder anderen bevölkerungsreichen Kontinent) ausreisen und im Flugzeug bzw. vor Ort (z.B. einem indischen Slum) weitere Menschen anstecken: Genau dann – ist eine weltweiten Ebola-Seuche nicht mehr zu verhindern!

Nach Einschätzung von Papmehl Management Consulting – wird dies zu fatalen, weltweiten Konsequenzen führen, welche nicht anders – als eine biblische Katastrophe – bezeichnet werden können. Die humanitären, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen, sind heute noch gar nicht absehbar. Wir werden uns als Deutsche dann fragen lassen müssen, warum wir uns angesichts dieser menschlichen Katastrophe – so zögerlich, unprofessionell und geizig verhalten haben.

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